Storytelling im Content Marketing | Wie man Inspiration sät und Image erntet

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Storytelling ist irgendwie ein abgedroschener Begriff. Er erklärt sich beinahe von selbst und das Prinzip dahinter wird schon jahrelang in der Werbe- und Kommunikationsbranche betrieben und der Erfolg von der Marktforschung wissenschaftlich bestätigt. Irgendwie nichts Neues, könnte man meinen. Und dennoch ist es zu effektiv, als dass man es naserümpfend als unspektakulär bezeichnen könnte.

Reklame bleibt einfach länger im Gedächtnis hängen, wenn sie in einen erzählerischen Kontext eingebunden wird. Auch Gedächtniskünstler erinnern sich eher an bestimmte Bilder und Eselsbrücken, als an die eigentlichen Zahlen, die sie auswendig lernen. Eine aufgenommene Geschichte oder Anekdote setzt nämlich nachweislich mehr Gefühle und Emotionen frei, als eine aufbereitete Faktenwüste und reserviert sich dadurch einen besonderen Platz im Kopf, genau wie ein guter Witz oder ein persönliches Erlebnis. Ein Produkt wird dadurch “begreifbarer” oder sogar erst wirklich “gerechtfertigt”.

Storytelling fördert die Identifikation, die Anteilnahme und das Interesse der Zielgruppen. Es funktioniert besonders gut, wenn es auch deren Stimmung und Sprache glaubwürdig aufgreift und dadurch sehr persönlich wird. Einfach gesagt: Findet sich der Kunde vom Werbenden verstanden und respektvoll auf Augenhöhe angesprochen, spendiert er ihm oft einen gewaltigen Vertrauensvorschuss, der sogar dazu führen kann, dass er zu einem richtigen Fan, Markenbotschafter und Meinungsführer wird.

Neben den Extremsport-Sponsoring-Aktivitäten von Red Bull ist ist der aktuelle Spot eines bekannten Whiskey-Herstellers ein gutes Beispiel dafür:

Statt einem Clip, der uns die innovativen Produktfakten auflistet, sehen wir einen sympathischen, jungen Herren, der ein Schlagzeug zusammenbaut. Am Ende erscheint – scheinbar zusammenhangslos – das Logo von Jack Daniels. Kein Wort über Whiskey, Alkohol oder Geschmack. Die sogenannte “Millennial”-Kampagne wirbt wenig überraschend mit dem Image des kernigen und selbstständigen Mannes, der seiner überaus männlichen Leidenschaft hingebungsvoll nachgeht und der sich (so zu vermuten) am Ende des Tages zur Entspannung einen wohlverdienten Rachenputzer einschenkt.

Hinter der Kampagne steckt aber nicht nur plakatives Storytelling, sondern auch ein durchdachtes Content Marketing, welches extra auf den deutschen Markt zugeschnitten wurde. Beim Content Marketing geht es (rein technisch betrachtet) um Suchmaschinenoptimierung, cleveres Link-Management und die Bereitstellung von relevantem Inhalt.

Übergreifend wird dadurch aber vor allem ein Mehrwert für den Benutzer generiert, bei dem er nicht mehr nur als eindimensionale Zielgruppe und Empfänger erscheint, sondern als ein Dialogsuchender, dem es nach Inspiration und Begeisterung dürstet. Sowohl durch den Werbenden, als auch durch die passende Community. Es geht nicht mehr nur um das Produkt, sondern warum der Hersteller glaubt, damit die Welt zu verändern. Das Produkt ist hier fast nur noch Mittel zum Zweck und natürlich gerade der passende Meilenstein im Lebensabschnitt des Konsumenten.

Jack Daniels “Millennial”-Kampagne bietet daher tatsächlich eine (online-)Plattform für leidenschaftliche Visionäre und Freidenker, die vom Konzern sogar finanzielle Starthilfe erhalten können. Und wenn so ein hilfsbereiter Business Angel keinen guten Whiskey macht, dann muss mit der Welt offensichtlich gehörig was schief laufen! Es wird Inspiration gesät und Image geerntet.

Verschiedenen Theorien nach ist erkennbar, dass viele erfolgreiche Firmen und Marken in erster Linie ihre Mission und Vision herausstellen, wenn es um Werbung geht. Danach erfahren wir meist das funktionale Alleinstellungsmerkmal des Produkts. Erst am Ende der Informationskette stehen die harten Fakten. Vor allem Apple hat die letzten zehn Jahre auf diese Weise sein Markenverständnis gepflegt und hat damit für viele andere Firmen den Trend gesetzt.

Fazit: Storytelling und Content Marketing können sich gegenseitig aufwerten und den resultierenden Werbeeffekt spürbar steigern, vor allem wenn der Dialog interaktiv in den sozialen Netzwerken geführt wird. Die meisten Menschen finden berührende, inspirierende oder emotionale Geschichte einfach spannend, gerade wenn sie sich selbst in diesen wiederfinden. Durch das Teilen und Liken entstehen dadurch häufig virale Streuungen, welche die Marken oder die Produkte noch bekannter machen und das Budget überschaubar halten.

Um bei der gezielten Ansprache und der technischen Umsetzung fehlerfrei vorzugehen und um virale Fettnäpfchen dauerhaft zu vermeiden, helfen wir Ihnen gerne bei der Konzeption, Durchführung und Nachbereitung von effektivem Content Marketing!

 

 

 

 

 

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