Influencer Marketing – Von Relevanz und Authentizität

Inluencer-Marketing

Influencer Marketing gilt längst als etabliertes Instrument im Social-Media-Kosmos und gehört inzwischen definitiv in das Repertoire eines jeden Markenstrategen. Doch was steckt dahinter? Was hat es mit der Glaubwürdigkeitsdebatte auf sich und wie verändern sich die Spielregeln unter der neuen #Kennzeichnungspflicht? Wer Influencer noch als Möchtegern-Testimonials schimpft oder nach dem #Coral-Fauxpas darüber nachdenkt das gesponserte Handtuch zu werfen – dem können wir im Folgenden vielleicht die Augen öffnen.

Das Influencer Marketing Paradoxon

Wenn das Influencer Business fälschlicherweise als Verbrauchertäuschung und versteckte, manipulative Werbung interpretiert wird, stellt sich vielleicht die Frage eines semantischen Missverständnisses, impliziert doch bereits der Titel selbst die „Einflussnahme“. Also Einflussnahme ja, aber bitte ehrlich! Relevant ist also die Authentizität – sprich, der Einflussnehmer solle gefälligst nur Kooperationen eingehen, die er auch ohne Honorar für erwähnenswert halte. Was das ganze Influencer Marketing Business wiederum ad absurdum führen würde. Laut We are Social und der Macromedia interessiert Verbraucher, insbesondere der jüngeren Generationen weniger, ob Produkte im Kontext einer bezahlten Kooperation vor die Linse gehalten werden, als dass diese mit korrekten informativen Fakten versehen sind. Mehr als die Hälfte der befragten hat hier angegeben, dass sie es nicht stört, wenn Werbekunden Social Media Promis bezahlen.

Vertrauen ist hier der KPI

Soziale Medien avancieren zu den Markthallen des 21. Jahrhunderts, wobei Influencer als die lautesten Marktschreier mit dem exklusivsten Angebot gelten können. Um eine vertrauensvolle Basis zum Endverbraucher aufzubauen und aus der Glaubwürdigkeitsdebatte als Gewinner hervorzugehen, bedarf es eines wichtigen Kriteriums: „Authentizität“. Gleichzeitig Unwort der Branche und dennoch wichtigstes Asset eines jeden influencenden Individuums. Dabei gilt nicht nur für die Sternchen der sozialen Netzwerke das Credo, eine widerspruchsfreie Identität zu entwickeln, auch Marken und Strategen sollten sich bei der Auswahl potentieller Kooperationspartner auf Kompatibilität von Werten, Markenidentität und Image konzentrieren.

Der Reichweitenschwindel

Die Reichweite ist übrigens nicht der heilige Gral der Marketingreligion! Klar, auf den ersten Blick mag das glänzende Antlitz des Millionen-Follower-schweren Instagramers beeindrucken! Aber was, wenn der Bloggerkandidat zur Maßlosigkeit neigt und man sich schnell im Produktdschungel seines Profils verirrt? Die Kumulation der Fans und Followerschaft mag eine Millionenreichweite implizieren, aber leider ohne Berücksichtigung von Newsfeed-Algorithmen, Engagement-Rate und der wichtigsten Komponente einer Kooperation: Glaubwürdigkeit. Sogenannte „Micro-Influencer“ mit einer Reichweite von bis zu 100k Followern werden diesbezüglich immer relevanter, denn diese wachsende Minderheit verfügt schlicht und ergreifend über die größere Glaubwürdigkeit, eine virtuell persönliche Atmosphäre und die nötige thematische Spezialisierung.

Wachstumspotentiale im Influencer Marketing

Das Business steckt längst nicht mehr in den Kinderschuhen und aus pubertären Komplikationen von plumpem Productplacement, hat sich inzwischen ein ausgewachsenes Marketing Potential entwickelt. Die Demokratisierung der massenmedialen Kommunikation trägt nicht zuletzt dazu bei, dass Influencer inzwischen bei konkreten Zielgruppen eine stärkere Reichweite erzielen, als populäre TV- und Printmedien.  Mit der Reichweitenstärke wächst allerdings auch die Verantwortung und so kommt uns das Urteil Rossmann vom Oberlandesgericht Celle gerade recht: Ab jetzt gilt ein #Werbung oder #Anzeige als unverzichtbar.

Ihr habt große Lust auf eine spannende Influencer Kampagne, aber noch keine Idee für die Umsetzung? Wir tüfteln für euch an der optimalen Influencer Strategie für eure Markenidentität!

▶︎ LOS GEHT’S!

 

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