Inbound Marketing | Die Kunst sich finden zu lassen [Teil 1]

Inbound Marketing

Mit Inbound Marketing aus Suchenden begeisterte Fürsprecher machen!

Die klassische Werbung hat schon länger ihren Zenit überschritten und ihre Glaubwürdigkeit irgendwo zwischen den stromsparenden Geissens und einem hungernden Schweinsteiger, der mit wenig überzeugendem Missmut seinen alten Mustang gegen einen Lebensvorrat an Chipstüten eintauscht, verloren. Vielleicht war es aber gar kein schlechter Spot, sondern Manuel Neuer!

Fakt ist, dass die alteingesessene Kommunikation vom Hersteller zum Konsumenten zwar noch läuft, nur bei weitem nicht [mehr] so effektiv funktioniert, wie früher. Schließlich behauptet jedes Unternehmen, die Patentlösungen für sämtliche Problem anzubieten und die vielfältigsten emotionalen Anreize zu kredenzen. Die als Outbound Marketing definierte Form der Kundenakquise hat von Natur aus immense Streuverluste und wird nicht zu unrecht von vielen Chefs und Marketingexperten als teuer und ineffektiv bezeichnet.

Am Ende wäre es doch viel günstiger und effizienter sich von Interessenten aktiv finden, also den Kunden dem weißen Kaninchen folgen zu lassen! Denn Geschäfte können vor allem da getätigt werden, wo ein potenzieller Kunde einen tatsächlichen Bedarf anmeldet und die dafür passende Lösung sucht. Nun gilt es als Gewerbetreibender, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dem Kunden den Deal seines Lebens anzubieten. Und nirgendwo geht das besser, als im Internet!

Wenn der Prophet doch zum Berg kommt…

Inbound Marketing bezeichnet die Schaffung und Bereitstellung von hochwertigem Content, um aus zunächst anonymen Surfern potenzielle Kunden und letztendlich begeisterte Fans zu machen. Hierbei werden die Interessenten zum Angebot geführt und nicht – wie früher – das Angebot zum Kunden getragen.

Dadurch ergibt sich von alleine eine erste Vorauswahl der Kundschaft, denn die meisten, die eine Seite über eine Suchmaschine ansteuern, haben ein konkretes Interesse und sind somit besonders aufnahmefähig für Informationen, Geschichten und Angebote. Bei jedem Scoring-Modell ist ein Kunde, der sich per Google auf die Seite verirrt hat, bereits ein tausendmal wertvollerer Lead, als ein gelangweilter Zeitungsleser, der den darin enthaltenen Anzeigen eh bloß peripher Beachtung schenkt. Und jeder Klick den der Kunde vollzieht, macht ihn für den Vertrieb interessanter.

Inbound Marketing? Ich dachte Content Marketing wäre der Hype!

Ehrlich gesagt gibt es keinerlei Konkurrenz zwischen den Methoden, denn sie sind Teil des gleichen Systems. Content Marketing bezeichnet die spezifische inhaltliche Ausarbeitung und Strategie einer Kampagne [z.B. über Story Telling], während Inbound Marketing als Überbegriff für die Form der Kundeninteraktion definiert wird.

Mit welchen Tools|Kanälen arbeitet das Inbound Marketing?

Die Antwort ist simpel: Mit allen, die Sinn machen. Das hängt von Produkt, von Markt und von der Zielgruppe ab. Handelt es sich um ein technisches Produkt, sind Blogs, Artikel, Rezensionen und Erfahrungsberichte im Internet sinnvoll. Soll etwas emotionales, trendiges oder ein Lifestyle-Artikel vermarktet werden, eignen sich Social Media Kanäle, Videos, Gewinnspiele oder Twitter-Beiträge zum Thema. Dies aber nur als grobes Beispiel, denn die letztendliche Auswahl erfolgt immer erst nach genauer Markt- und Zielgruppenanalyse sowie nach Recherche der notwendigen Keywords.

Wie funktioniert Inbound Marketing?

Das Modell wird durch vier wichtige Schritte definiert, die notwendig sind, um den Kunden als solchen zu gewinnen und zum eigenen Markenbotschafter zu machen:

Attract > Convert > Close > Delight

In der ersten Phase [Attract] wird der Interessent durch das vorhandene Angebot angelockt, wie eine Biene von einem Puddingteilchen. Er hat im besten Fall eine ernsthafte Neugier bezüglich des Produkts oder der Dienstleistung und sucht einen für ihn passenden Lösungsansatz, bzw. Anbieter.

In der zweiten Phase [Convert] wird aus dem Fremden langsam ein Besucher|Bekannter, der schon etwas über das Angebot weiß und bereits ein paar Mal reingeschaut hat. Er wird zu einem Lead konvertiert, also zu einem Interessenten mit zunehmenden Potenzial.

In der dritten Phase [Close] entscheidet sich der Interessent [vielleicht mit etwas Nachhilfe] für den Erwerb des Angebots. Er wird jetzt offiziell zum Kunden ernannt und das Erworbene auf Herz und Nieren prüfen.

Die vierte Phase [Delight] ist für das gesamte Konzept des Online Marketings vermutlich die wichtigste. Der Kunde soll das Produkt mit Begeisterung weiterempfehlen, die veröffentlichten Contents teilen, liken und kommentieren und sich vor seinen Bekannten als Fan outen. Öffentliche Feedback-Kanäle sind hierfür ein Muss, damit die Stimme des Kunden auch lautstark erklingen kann. Allerdings sollte man vorsichtig mit Produkten sein welche Versprechen nicht einhalten und damit für einen regelrechten sogenannten „Shit Storm“ sorgen könnten.

Im nächsten Teil werden wir die konkreten Vorgehensweisen näher erläutern und eine praktische Einführung in die magische Welt des Inbound Marketing geben – wie Inbound Marketing effektiv umgesetzt werden kann und welche Maßnahmen in welchen Phasen Sinn machen.

Wir beraten Euch natürlich wie immer gerne und ausführlich zum Thema.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close