Inbound Marketing | Die Kunst sich finden zu lassen [Teil 2]

Inbound Marketing

Mit Inbound Marketing aus Suchenden begeisterte Fürsprecher machen!

Wie wir bereits im ersten Teil erfahren haben ist Inbound Marketing ein aktuelles Thema mit besonders großer Bedeutung. Im Kontrast zu klassischen Werbemodellen wird der Kunde, wie der Name vermuten lässt, aktiv ins Geschehen eingebunden und für den Werbenden zum Fan, Markenbotschafter und bestenfalls sogar zum öffentlichen Meinungsführer, der seinerseits viele Neukunden inspiriert und akquiriert. Es stellt sich nun die Frage, wie man als Werbetreibender diesen Prozess möglichst produktiv in Gang bringt und die “Pull”- Mechanismen maximal ausreizt?

 

  1. Da sein, wenn man gebraucht wird

Das wichtigste Kriterium ist wohl, als Anbieter (Werbender) genau dann gefunden zu werden, wenn der künftige Kunde ein Interesse an einem bestimmten Produkt hat. Am besten ganz oben, auf Seite 1 von Herrn Google. Dafür braucht man nicht nur einen gewissen Grundtraffic, sondern ganz allgemein eine vom Internet attestierte Relevanz. Das geschieht über Empfehlungen, Links, Berichte, Artikel und sehr gut aufbereiteten Content, für den es eine Strategie zu entwickeln gilt!

  1. Die Content-Strategie

In der strategischen Zusammenstellung des Inhaltes werden verschiedene Kriterien definiert: Welche Inhalte sind vorhanden? Sind diese brauchbar? Welche Struktur oder Abfolge macht Sinn? Werden die Vorteile des Produktes angemessen wiedergegeben? Wie wird die Zielgruppe mit ihren Bedürfnissen, Werten und Vorwissen beschrieben? Welche Sprache sprechen die Personen, für die das Produkt gedacht ist? Wie umfangreich und langfristig wird die Kampagne aufgesetzt? Können sich unterwegs inhaltliche Dinge, Fokusthemen, Trends oder Technologien ändern? Wie will man auf eventuelle Marktereignisse und Game-Changer reagieren?

  1. Zielgruppendefinition und -ansprache

Je nach Produkt und Dienstleistung stößt man beim Inbound Marketing natürlich auf kleinere oder größere Schranken. Generell ist alles, was beim normalen Konsumenten landet einfacher zu pushen. Hierbei handelt es sich um Alltagsgegenstände, die jeder immer gebrauchen kann (z.B. Kleidung, Körperpflege, Technik, Elektronik etc.) und die sich vor allem über Benefits und Emotionen verkaufen lassen. Im B2B-Bereich fällt der Austausch von Waren und Dienstleistungen deutlich unspektakulärer aus und wird nach anderen Gesichtspunkten abgewickelt. Hier zählen eher Zahlen, Fakten und Return-on-Invests. Inbound Marketing ist daher das Tool der Wahl, um vor allem im B2C-Bereich durchzustarten. Die Frage nach der Zielgruppe muss sich der Werbende also von Anfang an stellen, denn danach richtet sich am Ende die gesamte Kampagne und Content-Strategie aus.

  1. Social Media

Die Zielgruppe muss dabei nicht besonders groß sein – manchmal reicht es, die Experten im World Wide Web zu überzeugen, die auf ihren Facebook-Seiten, Blogs, Podcasts und YouTube Channels positiv, vielleicht sogar begeistert von dem Produkt berichten. Einige Blogger und YouTube Experten lassen sich für solche Zwecke oder Tests sogar offiziell anheuern. Man sollte hier aber darauf achten, seriöse Partner zu finden, damit das Ganze nicht den Beigeschmack von gekaufter Promotion bekommt – eine schmale Gradwanderung, denn am Ende ist es genau das.

  1. SEO-Optimierung

Die schönsten Contents, Stories und Informationen werden nicht gefunden, wenn die Sprache der Suchenden nicht gesprochen und angewendet wird. Hierzu sollten künftige Contents möglichst zielgruppennah konstruiert werden, damit sich in den Texten bestimmte Keywords und Buzzwords wiederfinden, die in Google und co. auch genauso gesucht werden. Schon kleine Wortvariationen, Präfixe, Suffixe oder Bindestriche können hierbei ausschlaggebend sein.

  1. Presse / Public Relations / Events

Red Bull hat es vorgemacht mit dem Sport-Sponsoring und sich nicht nur einer ganzen Szene angebiedert, sondern selbst auch beeindruckende Events ins Leben gerufen. Das geht mit Veranstaltungen, aber auch mit anderen öffentlichen Auftritten und Erscheinungen, in welchen man sich als Experte präsentiert. Das geht mit Pressemitteilungen, Interviews oder auch sozialem Engagement und Förderungen (Kinder, Jugend, Benachteiligte etc.).

Der Trick daran ist, dass hierbei nicht das Produkt in den Vordergrund gestellt wird, sondern die Persönlichkeit, das Image und die Expertise. Das imponiert und bleibt oft im Konsumentengedächtnis haften – bis er eines Tages nach einem entsprechenden Produkt sucht und mit dem Werbenden ein gutes Bauchgefühl verbindet.

  1. Community-Aufbau

Damit sich die Meinungsführer, Fans und Unentschlossenen möglichst schnell und häufig begegnen, bietet sich in der Strategie der Aufbau einer Community an. Eine Community ist ein Gruppe von Menschen, die durch ein gemeinsames Interesse wiederholt zusammenkommt um Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Communities halten sich auf dem Laufenden, sprechen Empfehlungen für Einsteiger aus und geben dem Werbenden wertvolles Feedback (und manchmal auch Kritik).

Zum Community-Aufbau lohnen sich vor allem Plattformen wie Facebook, YouTube oder Twitter. Aber auch Foren oder Bulletin-Boards können für ausgedehntere Gespräche genutzt werden.

  1. Opt-In E-Mail-Marketing

Der klassische Newsletter (s.a. Feeds) hat noch nicht ausgedient. Am Thema grundsätzlich Interessierte lassen sich auch heute gerne noch mit frischen Informationen versorgen.

Hier bekommt der Werbende die Gelegenheit, Informationen und Content ein wenig zu pushen und sich aktiv an den Kunden zu wenden. Bieten Sie ihm am besten interessante Use Cases an, Tipps und Tricks zum Produkt oder weitere Infos, die ihn emotional abholen. Auch hier gilt, dass relevanter und problembezogener Content einfach deutlich bessere Klickraten verzeichnet, als nichtssagendes Blabla.

Fazit

Die Maßnahmen gehen noch viel weiter. Wichtig ist, dass man für den Kunden nie die Schwelle zum Interruption Marketing übertritt, denn hier wird die Werbung auch als solche empfunden (Banner, Pop-Ups, Telefonakquise, Spam, TV, Radio, Print etc.) und nicht selten ignoriert oder deaktiviert. Diese Methode ist ein echtes no go!

Für weitere Beispiele wenden Sie sich einfach an uns. Wir beraten Sie gerne zum Thema Content-Strategien, Content Marketing und Inbound Marketing.

Die Story geht weiter: im dritten Teil werden wir darüber berichten, wie man für Inbound-Marketing-Aktivitäten ein sinnvolles Controlling einsetzt und welche Zahlen am Ende wirklich aussagekräftig für den Erfolg sind.

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